Aspekte der Qualitaetssicherung

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Aspekte der Qualitaetssicherung


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mindmap

Aspekte der Qualitaetssicherung


[Bearbeiten] Was ist Qualität?

Wir zitieren Wikipedia auszugsweise: Die Qualität gibt an, in welchem Maße ein Produkt den bestehenden Anforderungen entspricht.

Daraus resultieren 4 Fragen:

  1. Was ist das Produkt?
  2. Welche Merkmale hat es?
  3. Wer stellt die Anforderungen?
  4. Welche Anforderungen stellt der-/diejenige?

[Bearbeiten] Das Produkt

Unser Betrachtungsgegenstand ist "das Wiki" im allgemeinen Sinn als Werkzeug. Die Inhalte eines Wikis stellen sich via Browser dem Betrachter als Summe bunter Punkte dar. Diese formen Elemente wie Buchstaben, Ziffern, Bilder. Im Zusammenhang werden die Elemente zu Informationen, gegliedert als Informationsobjekte zu jeweils abgegrenzten Sachverhalten. Und an die Darbietung dieser Sachverhalte können nun Forderungen gestellt werden:

[Bearbeiten] Merkmale und Anforderungen

Ist der Sachverhalt überhaupt erläutert / dargestellt und wenn ja, besitzt er ...

Hinweis: Zum Thema "Auffindbarkeit eines Informationsobjekts" gibt es eine Ausarbeitung zur Aufgabenstellung "Auszeichnung / Verschlagwortung / Tagging" auf Anfrage bei Landwehr.

[Bearbeiten] Übergeordnete Forderungen

Aus übergeordneter Sicht zeigt sich Qualität ...

[Bearbeiten] Parameter und konzeptionelle Vorgehensweise

[Bearbeiten] Parameter

Die Formulierung von Qualitätsmerkmalen, die Forderung an deren Erfüllungsgrad usw. hängen vom jeweiligen untermehmerischen und organisatorischen Kontext ab, müssen also fallweise betrachtet werden.

Parameter sind u.a.:

[Bearbeiten] Filter-Konzept

Anfangs sollte zudem die Frage geklärt sein, ob man ...

Mit anderen Worten: Es wird ein Sieb benötigt, dass entweder die "guten" Inhalt durchlässt oder zurückhält.

[Bearbeiten] Qualität der Wiki-Inhalte

[Bearbeiten] Fallunterscheidung

Jenseits prüfbarer Kriterien (Vollständigkeit, Struktur, Zielgruppenorientierung etc., s.o.) ist ein häufig vorgebrachtes Argument gegen Wikis die Inhalte seien nicht verlässlich. Wir müssen zunächst folgende Fälle unterscheiden:

Zum öffentlichen Wiki (hier besonders: Wikipedia) gibt es zwischenzeitlich umfängliche Maßnahmen, Vandalismus, Desinformation und endlose Diskussionen zu verhindern. Ein Protokoll eines absichtlich schlechten Beitrags und der inhaltlichen und zeitlichen Reaktion der Community kann Stefan Landwehr auf Anfrage zur Verfügung stellen (Sorry an dieser Stelle an die Community, sie als Versuchskaninchen zu missbrauchen und eure Zeit zu vergeuden).

Zum Unternehmens-Wiki gehören die folgenden 3 Absätze:

[Bearbeiten] Ist Qualität Einstellungssache?

Unser Nutzerkreis bedient vorrangig Unternehmenswikis. Das Thema "Qualität der Inhalte" lichtet sich schnell, wenn die kritisierende Person sich folgende Kernfragen stellt und die eigene Einstellung anhand der Antworten prüft:

Kernfrage 1: Ein Informationsobjekt wird qualitativ hochwertig wenn es ...

Kernfrage 2: Wenn ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin eine falsche Information ins Wiki stellt, überwiegt die Tendenz ...

An die Betrachtung der möglichen Fehlerverbreitung bzw. ~eindämmung lassen sich viele Gedankengänge anschließen, viel Spaß dabei:

  1. Der Leser einer Information weiß auch nicht was er tut und handelt gemäß Wiki-Inhalt genauso falsch. Das ist aber kein Problem des Wikis: Hätte er / sie persönlich den Autor gefragt, wäre es auch falsch geworden ...
  2. Der Leser einer Information entdeckt den Fehler, ist aber auf die "klassischen" Kommunikationswege angewiesen. Findet er / sie den Autor / die Autorin? Mit welchem Aufwand ist dann der Fehler zu beseitigen? Taucht der Fehler evtl. an weiteren Stellen auf? Im Wiki genügt ein "Bearbeiten" / "Ändern" / "Speichern".
  3. ...

[Bearbeiten] Welche Hilfsmittel habe ich?

Die Software MediaWiki stellt beispielsweise in ihrem Basis-"Liefer"-Umfang bereits mehrere Analyse-Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Mängeln auf die Spur gekommen werden kann. Beispiele:

[Bearbeiten] Kompetente Anwender

Voraussetzung für qualitative Inhalte ist allerdings eine entsprechende Informationskompetenz der Autoren und Anwender. Sie müssen gelernt haben, mit Informationen richtig umzugehen - sowohl bei der Erzeugung / Bereitstellung als auch bei der Nutzung. Das ist nicht selbstverständlich! Zur Verdeutlichung: Die Ausbildung zur Fachkraft für Lager-Logistik dauert 3 Jahre, eine Fachkraft für Informations-Logistik gibt es gar nicht (außer wenn man Bibliothekare so betiteln möchte).

Elementare Voraussetzung sind die Fähigkeiten ...

[Bearbeiten] Qualität des Werkzeugs "Wiki"

[Bearbeiten] Qualität der Wiki-Software

[Bearbeiten] Systemstabilität / Robustheit / Leistungsfähigkeit

Für das Software-Produkt MediaWiki sind diese Punkte offensichtlich ausreichend nachgewiesen durch den Betrieb der Wikipedia mit Millionen Seiten und täglich zig-tausenden Zugriffen.

[Bearbeiten] Zukunftssicherheit

Ausgelagert

[Bearbeiten] Usability bei der Nutzung eines Standardwikis

An diesem Thema entzünden sich endlose Diskussionen - besonders von Einsteigern. Wir unterscheiden folgende Fälle:

Für den "Hausgebrauch" gibt es eine Reihe von funktionierenden WYSIWYG-Editoren (WYSIWYG = What You See Is What You Get). Die Erstellung von Editoren für den "fortgeschrittenen" Gebrauch besonderer Leistungsmerkmale gestaltet sich schwierig: Hier stehen sich das Ausreizen der Möglichkeiten und der Wunsch nach einer "simplen" Bedienung konzeptionell gegenüber.

[Bearbeiten] Qualität von Wiki-Erweiterungen

Erweiterungen (Extensions) sind ergänzende Programmteile, die Funktionen erfüllen, die in der Basissoftware nicht enthalten sind. Die Spanne reicht von einfachen Funktionen (gleichzeitiges Löschen aller Seiten einer Kategorie) bis zu aufwändigen Funktionen (siehe "MindMap" in der linken Navigationsleiste).

Für die Software MediaWiki können mittlerweile bei MediWiki.org oder auch im Netz über 2.000 Extensions gefunden werden. Eine Funktionsgarantie gibt es überwiegend nicht, was eine Mindest-Qualitätsforderung wäre. Insbesondere die möglichen Wechselwirkungen verschiedener Extensions untereinander sind nicht geprüft, da die Zahl der möglichen Kombinationen zu groß ist. Erste Anbieter entwickeln jedoch (ähnlich wie bei dem Open-Source-Betriebssystem Linux) sogenannte Distributionen, in denen die Extensions aufeinander abgestimmt und mögliche Wechselwirkungen geprüft sind. Beruhigend: In der Regel wird durch eine fehlerhafte Extension der Kern des Wikis nicht beeinträchtigt. Und die Community entdeckt und bereinigt Fehler ausgesprochen schnell.

[Bearbeiten] Qualität, die durch ein Wiki erzeugt wird

[Bearbeiten] Qualität von Produkten

Stichworte:

[Bearbeiten] Qualität von Prozessen

Fasst man einen Prozess als Abfolge von Handlungen auf, dann kann man postulieren, dass jede der Handlungen Eingangsinformationen benötigt und in der Regel auch Ausgangsinformationen erzeugt. Jede Verbesserung der Handhabung der Informationen im Prozess führt also zwangsläufig zu einer Verbesserung des Prozessablaufs selbst. Prüfbare Merkmale sind:

Das hier zu Grunde gelegte und beschriebene Prozessmodell (Input --> Handlung --> Output) ist auch durch eine Studie der Gesellschaft für Projektmanagement zum Thema "Projektwissensmanagement" untermauert. Nähere Infos beim Leiter der gleichnamigen Fachgruppe Stefan Landwehr.

[Bearbeiten] Usability von Unternehmensprozessen

Neben Wikis mit reiner Lexikon-Funktion, wie man sie von Wikipedia kennt, werden Unternehmenswikis immer mehr auf besondere Aufgaben zugeschnitten. Sonderfunktionen, z.B. kleine Workflows, Flaggensysteme, Eingabemasken etc. stehen den Autoren zur Verfügung. Gerade hier zeigen sich die Vorteile von Mediawiki deutlich. Im Gegensatz zu anderer Software können die Anwender selbst gewünschte Funktionen hinzufügen. Zuerst lernen sie, einfache Vorlagen (templates, boiler plates) zu erstellen, die häufig durchgeführte Arbeitsschritte vereinfachen. Einige geschickte Anwender nutzen auch Skripte, um Schritte selbst zu automatisieren. Die Konzeption gemäß Anwenderwünschen geschieht also durch "Insider" in den Abteilungen, die die Erweiterungen betriebsfertig implementieren.

Durch die Nutzung dieser einfachen "Workarounds" wird automatisch ein Usability-Test durchgeführt. Schlechte Erweiterungen werden von findigen Nutzern verbessert, gute werden häufig benutzt und setzen sich durch. Ab einer gewissen Komplexität (Ineinandergreifen von Daten und Funktionen und Vielschichtigkeit der Abläufe) sollten diese Provisorien durch professionell erstellte Extensions in Programmcode überführt werden. Die Programmierung entfällt also nicht vollständig - dieser Aufwand muss weiterhin betrieben werden. Durch Vorlagen und Skripte wird jedoch ein Prozess ersetzt, der bisher sehr fehleranfällig war und sehr viel mehr Aufwand erforderte:

  1. Ideenmanagement: Wo und wie können Workflows optimiert werden?
  2. Konzeption: Welche Anpassungen an besondere Workflows braucht die Software?
  3. Evaluation: Welche Anpassungen an besondere Workflows braucht die Software wirklich? Welche davon werden genutzt?
  4. Usability Testing: Funktioniert der eingeschlagene Weg? Gibt es Alternativen?
  5. Erfassung der real existierenden Workflows: Die Workflows werden dabei nach und nach "in Software gegossen", die den tatsächlichen Erfordernissen der täglichen Arbeitsabläufe entsprechen.

[Bearbeiten] Indirekte Aussagen zur Qualität eines Wikis

[Bearbeiten] Nutzungshäufigkeit

Stimmt man der Aussage zu, dass häufige Nutzung eines Wikis (= horizontale Kommunikation) Voraussetzung ist, inhaltliche Mängel und Fehler zu entdecken und auszumerzen, dann ermöglicht die Nutzungsstatistik eine indirekte Aussage über die inhaltliche Qualität. Für dieses Wiki gelten folgende Zahlen:

Datum Seiten insg. Echte Seiten Upload Dateien Aufrufe seit Inst. Bearb. seit Inst. Reg. Nutzer Bemerkung
2012-05-19 716 112 231 531.655 4.515 74 heute
Historie:






2010-12-08
671
107
221
115.388
4.287
47
11/2010
2010-11-12
661
105
218
108.187
4.211
43
11/2010
2010-05-04
..
..
..2
..
..
..
04/2010
2007-11-20 
-
-
-
-
-
-
Installation

[Bearbeiten] Verweildauer bei Zugriff

Mit zusätzlicher "Protokoll-Software" kann festgestellt werden, wie lange der Nutzer bei einem Sachverhalt verweilt. Das ist ein Indikator dafür, dass er viele der Inhalte als lesenswert und damit für sich als "qualitativ" empfindet.

[Bearbeiten] Anonymität der Autoren

Wenn der Autor / die Autorin bekannt ist, kann man mind. 2 Aussagen treffen:

Mehr Statistikinfos

[Bearbeiten] Vorgehensweise zur Erzielung von Qualität der Wiki-Inhalte

Folgende Schritte sind erforderlich:

  1. Festlegung auf das passende Filterkonzept (s.o.)
  2. Festlegung der Parameter / Merkmale, die einen "guten" Inhalt kennzeichnen
  3. Anwendung des Filters und der Parameter auf bestehende und neu hinzukommende Inhalte

Diese Vorgehensweise bedingt des weiteren eine Rollenfestlegung:

  1. Wer erstellt Inhalte?
  2. Wer legt die Prüfkriterien fest?
  3. Wer führt die Prüfungen durch?
  4. Wer prüft den Prüfer bzw. wer entwirft das Gesamtvorhaben?

[Bearbeiten] Bewertung von Inhalten durch die Gemeinschaft

Aus verschiedenen allgemeinen Anwendungen im Internet sind gemeinschaftliche Bewertungen bekannt (Beispiel: Hotels und Urlaub). Es gilt: Je detaillierter die Frage ist (waren die Zimmer sauber?) und je übereinstimmender der Handlungskontext ist (ich bewerte ein kinderfreundliches Hotel in Portugal am Meer mit 4 Sternen), desto aussagekräftiger wird die gemeinschaftliche Bewertung. Das kann, muss aber nicht zwangsläufig zu einem komplexen Unternehmenskontext passen. Beispiel:

Der eine wertet die zugehörige Textstelle also als nützlich, der andere nicht.

Es bestehen die (technischen) Möglichkeiten ...

Erneut zeigt sich die Abhängigkeit von den vorgenannten Parametern. Wer erstellt, nutzt und beurteilt eigentlich? In welchem Kontext handelt der-/diejenige? Welche Ziele werden mit dem Wiki und dessen Inhalten verfolgt? etc.

Hinweis: Laut übereinstimmender Meinung vieler Firmen, die auf der KnowTech Erfahrungen vorgestellt haben, sind Belohnungssysteme jenseits Anerkennung in der Gruppe eher kontraproduktiv.

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